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Um die Einhaltung der Rechtsvorschriften am Gewässer zu überwachen kann die Verwaltungsbehörde auf Antrag der Fischereiberechtigten, Fischereipächter und Fischereigenossenschaften von diesen vorgeschlagene oder angestellte, volljährige, zuverlässige Personen als Fischereiaufseher bestätigen. Die Rechte und Pflichten der Fischereiaufseher sind in Artikel 72 des Bayerischen Fischereigesetzes geregelt.

Diese sollte auch jeder Angler kennen, denn es kann immer wieder mal vorkommen, daß ein Fischereiaufseher, sei es aus einfacher Unkenntniss oder durch Fehleinschätzung seiner Befugnisse, zu Handlungen kommen, zu denen ein Fischereiaufseher nicht berechtigt ist. Sollte es zu einem solchen Fall kommen, immer den Namen des Aufsehers notieren, nach Absatz 7 ist der Fischereiaufseher verpflichtet auf Verlangen seinen Dienstausweis zu zeigen und dann entweder bei der zuständigen Verwaltungsbehörde (Landratsamt) um Aufklärung bitten oder gleich Formal Beschwerde gegen diese Person einreichen. Sollte es vor Ort schon kritisch werden kann man auch selbst gleich die Polizei zu Hilfe rufen.
Aber nicht vergessen, Fischereiaufseher machen das meist Ehrenamtlich und Leisten in großen Teilen hervorragende Arbeit die auch uns gesetzestreuen Anglern zugute kommt.

Art. 72 BayFiG

(1) Die bestätigten Fischereiaufseher und die als Fischereivollzugsbeamte im Außendienst eingesetzten Beamten staatlicher Behörden (Fischereiaufseher) haben die Aufgabe, die Einhaltung von Rechtsvorschriften, die den Schutz und die Erhaltung der Fischbestände, die Pflege und Sicherung ihrer Lebensgrundlagen und die Ausübung der Fischerei regeln und deren Übertretung mit Strafe oder mit Geldbuße bedroht ist, zu überwachen und Zuwiderhandlungen gegen diese Rechtsvorschriften festzustellen, zu verhüten, zu unterbinden und bei ihrer Verfolgung mitzuwirken.

(2) 1 Die Fischereiaufseher können bei Personen, die auf, an oder in der Nähe von Gewässern mit Fanggeräten angetroffen werden, jederzeit

1.
die Identität feststellen,
2.
die Aushändigung des Fischereischeins einschließlich des Jugendfischereischeins sowie des Erlaubnisscheins zur Prüfung verlangen,
3.
die mitgeführten Fanggeräte und die gefangenen Fische, auch soweit sie sich in Fahrzeugen befinden, sowie die Fischbehälter besichtigen.

2 Die in Satz 1 genannten Personen haben den Anordnungen der Fischereiaufseher nach dieser Vorschrift Folge zu leisten.

(3) 1 Die Fischereiaufseher können bei Verdacht einer Zuwiderhandlung gegen die in Abs. 1 genannten Rechtsvorschriften zu deren Verhütung oder Unterbindung in entsprechender Anwendung des Polizeiaufgabengesetzes

1.
die Identität von Personen feststellen,
2.
eine Person von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Orts verbieten (Platzverweisung),
3.
Fische und andere Sachen sicherstellen, die unberechtigt erlangt worden sind oder bei Zuwiderhandlungen gegen Rechtsvorschriften nach Abs. 1 verwendet wurden oder verwendet werden sollen.

2 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.

(4) Im Rahmen ihrer Befugnisse nach den Abs. 2 und 3 sind die Fischereiaufseher berechtigt, Grundstücke mit Ausnahme von Wohnungen zu betreten und unbeschadet des Art. 28 Abs. 4 des Bayerischen Wassergesetzes Gewässer zu befahren.

(5) 1 Die Führer von Wasserfahrzeugen, von denen aus Fischfang betrieben wird, haben auf Anruf sofort ihre Fahrzeuge anzuhalten und auf Verlangen den Fischereiaufseher an Bord zu holen. 2 Die Weiterfahrt ist erst zulässig, wenn der Fischereiaufseher dies gestattet.

(6) 1 Aufgaben und Befugnisse, die sich aus anderen Rechtsvorschriften ergeben, bleiben unberührt. 2 Dies gilt insbesondere für Fischereiaufseher, die Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft sind.

(7) Die Fischereiaufseher müssen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ein Dienstabzeichen tragen und bei dienstlichem Einschreiten auf Verlangen den Dienstausweis vorzeigen, sofern nicht die Ausweisung aus Sicherheitsgründen unzumutbar ist.

 

Fischereiaufseher sind nicht dazu berechtigt Verstöße zu ahnten die nichts mit dem Fischereirecht zu tun haben. Sei es nun "wildes Campen", ein Lagerfeuer oder eine unerlaubte Benutzung eines Zufahrtsweges. Für solche Verstöße ist alleine die Polizei zuständig. Sie berechtigen auch nicht zum Endzug des Fischereischeins. Der Fischereiaufseher kann natürlich, wie jeder andere gesetzestreue Bundesbürger auch, diese bei der Polizei zur Anzeige bringen, damit hören seine Befugnisse allerdings dann auch schon auf.

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